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Kaltes Wasser und warmer Empfang: Praktikum bei innogy Consulting

Vor dem Berufsstart gibt es häufig eine Menge Fragezeichen: Welcher Arbeitgeber ist der richtige für mich? Möchte ich mich auf bestimmte Branchen oder Tätigkeitsfelder spezialisieren? Werde ich mich in der Branche wohlfühlen? Das war für mich vor dem Berufseinstieg in die Unternehmensberatung nicht anders. Ein Praktikum ist deshalb für Studenten und Berufseinsteiger eine gute Möglichkeit, um diese Fragen für sich selbst zu beantworten und in die Arbeitswelt sowie auch den potentiellen Wunscharbeitgeber reinzuschnuppern.

Ich selbst habe zu Beginn meiner Karriere mit Praktika sowohl extern – etwa bei Horváth&Partners Management Consultants in der Utilities Practice in Budapest, Frankfurt und Düsseldorf – als auch intern bei der Deutsche Bank Inhouse Consulting in Frankfurt das erste Mal Beraterluft geschnuppert. Danach war ich überzeugt, meine Karriere in der Branche starten zu wollen. Auch bei innogy Consulting bieten wir Praktikumsplätze an, um Berufsneulingen genau das zu ermöglichen.

Das nutzte auch Benjamin Hüsselmann, der während seines Praktikums bei iCon von Januar bis März 2017 unter anderem mein Projekt „Digital Hiring Strategy“ begleitete. In dem Projekt ging es darum, Handlungsfelder für die digitale Transformation entlang der Candidate Journey im Konzern-HR zu identifizieren und kleinere Maßnahme unmittelbar davon abgeleitet zu pilotieren. Unsere Zusammenarbeit lief dabei wirklich super – ohne Hierarchien, mit vielfältigen Aufgaben und vollem Einsatz von Benjamin. Er war damals gleichzeitig im „Digital Learning & Development Workstream“ eingesetzt und musste zum Teil schnell zwischen ganz unterschiedlichen Inhalten hin und her wechseln, wenn er am Tag zuvor mit einem ganz anderen Thema beschäftigt war.

Das hat er mit vollem Erfolg gemeistert und wir haben ihn kurzerhand fest für uns verpflichtet. So ist Benjamin im Juni 2018 als Consultant fester Bestandteil der iCon-Berater-Crew am Standort in Essen geworden. Er hat mit mir über seine Anfänge als Praktikant bei iCon, die Bewerbung und seine Übernahme als Consultant gesprochen. So viel sei schon vorab verraten: Es sind mit Sicherheit ein paar spannende Tipps für Berufseinsteiger mit dabei. Also lest selbst:

Kata: Welche Ziele hast Du mit Deinem Praktikum bei iCon verfolgt?

Benjamin: Für mich war es die erste Erfahrung im Beratungsumfeld. Meine bisherigen Stationen hatten mich in Fachbereiche innerhalb von Konzernen geführt. Nun wollte ich die Arbeitsweise einer Beratung sowie die spezifischen Herausforderungen in der Projektarbeit kennenlernen. Inhaltlich hätte ich dabei fast jedes Projekt spannend gefunden, da es etwas Neues war. Mir ging es am meisten um das „wie“, weniger das „was“.

Kata: Was waren Deine Aufgaben im Praktikum?

Benjamin: Ich habe die Kollegen sehr viel inhaltlich unterstützt – etwa bei Recherchen – und viel Zuarbeit bei der Erstellung von Unterlagen geleistet. Dabei konnte ich auch in Workshops mitarbeiten und Abstimmungstermine als Beobachter begleiten. Im Verlauf des Praktikums wurde ich dann zunehmend auch Vertreter für meine eigenen Themen. Dabei ging es zum Beispiel um die Erstellung von schriftlichen Endprodukten wie Recruiting Personas, die dem Hiring Team bei der Kommunikation mit Kandidaten helfen sollten oder auch um Unterstützung beim „Big Picture“ im Thema Digital Learning, in dem wir aufzeigen wollten, wie alle Maßnahmen ineinander greifen und über das Projekt hinaus weitergeführt werden können.

Kata: Wie hast Du Deine Bewerbungsphase bei iCon erlebt?

Benjamin: Es war ein sehr professioneller und transparenter Bewerbungsprozess – vom ersten Kontakt bis hin zum Assessment Center (AC). Es herrschte von Anfang an Klarheit über den Ablauf des Prozesses: Angefangen mit der „klassischen“ schriftlichen Bewerbung, über den Online-Test und das Telefonat bis zum Auswahltag. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Feedback im und nach dem Bewerbungsprozess. Hier habe ich erfahren, dass meine Stärken etwa in der verbalen Kommunikation der Ergebnisse und meiner Zielorientierung bei der Bearbeitung liegen. Im Feedback wurden mir aber auch Entwicklungsfelder aufgezeigt. Diese lagen im Bereich des Verständnisses der Beraterrolle im Verhältnis zum Kunden und der „pyramidalen“ Kommunikation. Dieses Feedback gibt einem ein gewisses Vertrauen in die eigenen Stärken und bietet gleichzeitig handlungsorientierte Hinweise, was man noch besser machen kann. Bereits in den letzten Tagen des Praktikums haben wir dann einen Termin für das Consultant AC vereinbart. Die ersten Schritte im Gesamtprozess – analytischer Test und Telefoninterview zum Kennenlernen – habe ich dann aufgrund meines Praktikums übersprungen. Der AC-Tag selbst verlief aber genau wie für jeden anderen Bewerber auch.

Kata: Welche Tipps kannst Du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben? Worauf kam es im Auswahlprozess Deiner Meinung nach besonders an?

Benjamin: Eine wichtige Frage, die Bewerber sich stellen sollten, ist: Wieso Inhouse-Consulting? Wieso nicht ein Job im Konzern, Mittelstand oder einer externen Beratung? Was verspricht man sich von diesem Umfeld? Der „Personal Fit“ spielt außerdem eine große Rolle im Prozess. Es lohnt sich, den Prozess als gegenseitige Auswahl zu betrachten – der Bewerber und iCon stellen sich einander vor. Außerdem rate ich, keine Angst vor Fragen zu haben, weder zum Bewerbungsprozess noch zu sonstigen Abläufen und Eigenschaften der Beratung.

Kata: Was hast Du vor und nach Deinem Praktikum gemacht?

Während des Praktikums befand ich mich mitten im Masterstudium in den Studienrichtungen Wirtschaftspsychologie und Management. Zuvor hatte ich bereits mehrere Praktika in Konzernen, insbesondere im Bereich Personalentwicklung absolviert. Nach meinem Masterabschluss und einem Auslandssemester in Großbritannien, ging es dann direkt als Consultant bei iCon los. Ich konnte während des Praktikums bereits erste Kontakte knüpfen und freute mich umso mehr auf den Einstieg und die tolle Möglichkeit im Anschluss an mein Masterstudium.

Kata: Gab es bestimmte Erlebnisse, die Dir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind und die Deine Entscheidung, bei iCon zu starten, beeinflusst haben?

Benjamin: Ein mehrtägiger Sprint-Workshop zur Entwicklung eines Personalentwicklungs-Programmes, von dem ich Teile mit moderieren konnte, ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Hier wurden greifbare Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit entwickelt und man konnte als Berater eine „Doppelrolle“ einnehmen – als Moderator und inhaltlicher Teilnehmer zum selben Thema.

Kata: Deine ersten Tage im neuen Beruf: Kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Benjamin: Ein bisschen von beidem! Die klaren Anforderungen als Consultant gehen mit einem sehr herzlichen Empfang einher und man fühlt sich von Anfang an willkommen. Es kann ein paar Tage oder Wochen dauern, bis man sich vollständig orientiert hat, da vieles auf einmal passiert – ob Trainings, die ersten Projekthospitationen oder sonstiges Engagement im Unternehmen. Aber dafür geht man nie in eine „Einbahnstraße“: Wenn man vom ersten Tag viel geben und einbringen will, bekommt man auch viel zurück und kann sich in verschiedensten Situationen selbst probieren. Das ermutigt zu einem hohen Leistungsniveau.

Kata: Was hat sich verändert seit Du Consultant und nicht mehr Praktikant bist?

In erster Linie habe ich nun mehr Verantwortung für die eigenen Aufgaben. Man fühlt sich bereits als Praktikant sehr „dazugehörig“, was als Consultant dann noch zunimmt. Man hat einfach mehr Möglichkeiten, den eigenen Input zu steuern und den besten Modus der Zusammenarbeit für sich und sein Team zu finden.

Kata: Von der Uni ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in Deinem Job?

Benjamin: Natürlich arbeitet man als Berater viel und gerade im Vergleich zur letzten Phase des Studiums, in der man oft sehr selbstbestimmt und nach einem ganz eigenen Zeitplan seine Abschlussarbeit verfasst, ist es ein deutlicher Kontrast. Dem gegenüber steht die oft zitierte Lernkurve. Intensive Teamarbeit bedeutet auch die Chance zum Austausch über die Inhalte, den Prozess sowie die eigenen Stärken und Entwicklungsfelder. Hier bietet die Beratung etwas, was mir in der Uni oft gefehlt hat: Das unmittelbare Feedback und die Anwendung des theoretischen Wissens auf die jeweiligen Aufgaben.

Kata: Was zeichnet aus Deiner Sicht iCon besonders aus?

Benjamin: Die Feedback-Kultur und die steile Lernkultur. Es wird vom ersten Tag an auf eine kohärente persönliche und fachliche Entwicklung geachtet. Die Aspekte Feedback und Training greifen dabei nahtlos ineinander und eine Entwicklungsempfehlung des Projektleiters bzw. Teamleads im Rahmen unserer regelmäßigen Feedbackgespräche kann fast immer durch ein passendes Training abgedeckt werden.

Kata: Beschreibe uns, was Dich an Deinem beruflichen Alltag besonders reizt. Was ist das spannende an der Arbeit?

Benjamin: Ein Tag im Projekt folgt zwar häufig einer groben Struktur, die durch Regeltermine und Abstimmungen vorgegeben wird, inhaltlich ist jedoch jeder Tag anders. Durch die Arbeit im Projektteam hat man besonders als Newjoiner oft innerhalb kürzester Zeit die Gelegenheit, seine Tipps zur Verbesserung in einzelnen Bereich umzusetzen. Auch hier gilt: Wer viel Feedback fordert, findet immer jemanden im Team, der seine Beobachtungen mit einem teilen kann. So lerne ich jeden Tag etwas Neues dazu.

Kata: Welche beruflichen Perspektiven und Aufstiegschancen siehst Du für Dich bei iCon?

Benjamin: Ich verfolge bei meinem Berufseinstieg gerade ein Motto: „One day at a time“. Klar hat man Zukunftspläne und sieht Möglichkeiten zum Aufstieg, aber primär glaube ich daran, dass man bei iCon durch seine kontinuierliche Entwicklung und Verbesserungen in den wichtigsten Berater-Skills, seinen Weg im Unternehmen gehen kann. Denn Leistung und Entwicklung werden stets anerkannt. Der Karrierepfad im Gespräch mit den Projektleitern und Vorgesetzten wird klar kommuniziert und man erhält einen Einblick in Anforderungen, die auf dem Weg zum nächsten Schritt gestellt werden.

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Ein Artikel von

Kata Soós Project Lead
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